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Vorwort:
Elegantes Design und dennoch durch eigene Hand noch modifizierbar? Diese Frage lässt sich bei der Anhäufung der vielen Fertigmod-Gehäuse fast nur noch mit Nein beantworten. Das Xilence X1 Gehäuse soll diese Frage mit Ja beantworten können. Ein neuartiges Lüftungskonzept soll ihn zudem noch von der Konkurrenz abheben. Wie sich der Xilence X1 schlägt, erfahrt ihr bei uns im Review.

Ein großer Dank geht an die Firma XILENCE für die Bereitstellung des Gehäuses.

Lieferumfang
Im Lieferumfang waren enthalten:
- 1x Xilence X1
- 1x Satz Schrauben
- 1x 120mm Gehäuselüfter (Red Wing)
- 1x Speaker
- 1x Airduct

Technische Details:
Gehäusetyp: Miditower
Formfaktor: ATX, micro ATX
Gehäusefarbe(n): schwarz, silber

Abmaße: 440 x 200 x 535 mm (HxBxT)
Gewicht: 6.3 kg
Frontanschlüsse: 2x USB 2.0, 1x Audio out, 1x Mikrofon, 1x ieee1394 Firewire (vorbereitet)
Laufwerksschächte: 3x 5.25" extern, 1x 3.5" extern, 5x 3.5" intern

weitere Features:
hydraulisch schließende Frontblendentür
schraubenloses Öffnen/Schließen der Seite
Seitenteil abschließbar


Vorstellung
Das Xilence X1 Gehäuse tritt sehr elegant auf. Keine verschnörkelten Elemente an Front oder Seitenteilen. Im Gegenteil, die Front wirkt schlicht aber ist doch funktional. Die Klappe (Abb. 1) verbirgt Frontanschlüsse für USB2.0, Line Out, Mic und optional Firewire. Diese Frontanschlüsse lassen sich durch die vorhandenen Kabel direkt mit dem Mainboard verbinden. Das obere Gitter lässt sich runterschieben, um die Laufwerke freizugeben, und wieder hydraulisch schließen, um diese zu verstecken (Abb. 2+3).
Das Gehäuse lässt sich schraubenlos öffnen und schließen, es müssen lediglich zwei Plastikclips gelöst werden (Abb. 4). Es besteht auch die Möglichkeit das Seitenteil durch ein Schloss an entsprechender Stelle (Abb. 4) zu sichern.

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3
Abb. 1                                        Abb. 2                                        Abb. 3

Abb. 4
Abb. 4

Besonders auffällig ist, dass nicht wie gewöhnlich die linke Seite zu öffnen ist, sondern die rechte Gehäuseseite. Wenn man einen Blick ins Innere riskiert, erkennt man, dass das Mainboard "kopfüber" an der linken Seite befestigt werden muss (Abb. 5). Die "kopfüber"-Montage des Mainboards ist Teil des Belüftungskonzepts. Wie man auf der Animation (Abb. 6) erkennen kann, soll der Prozessor, wie auch Festplatten und Netzteil optimal gekühlt werden. Der Airduct ist jedoch nach Belieben auch einfach zu demontieren. An der Rückseite des Gehäuses befindet sich ein Taster, der sich an entsprechender Stelle am Mainboard anschließen lässt, um zu überwachen, ob das Gehäuse geöffnet oder geschlossen ist (Abb. 7).

Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7
Abb. 5                                        Abb. 6                                        Abb. 7


Einbau
Zum Einbau eines ATX Mainboards muss man zunächst weitere Abstandshalter einschrauben, die sich im Schraubenpäckchen befinden. Sobald das Mainboard montiert ist, kann man die Frontanschlüsse mit dem Mainboard verbinden und auch die Status LEDs wie auch Startknopf, Resetknopf und den Speaker. Leider war das Kabel zu kurz, um den Taster für die Überwachung des Geäuses, ob es geschlossen oder geöffnet ist, an entsprechender Stelle anzuschließen. Die Montage von Grafikkarte und weiteren Steckkarten erfolgt schraubenlos mit entsprechenden Clipsen (Abb. 8). Grafikkarten mit Dual-Slot lassen sich so jedoch nicht montieren. Die Laufwerke werden durch die Front in ihren Käfig geschoben und einseitig verschraubt (Abb. 9). Die Festplatten finden ihren Platz am Gehäuseboden, an dem sie auch einseitig von unten verschraubt werden (Abb. 10).

Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10
Abb. 8                                        Abb. 9                                        Abb. 10

Auch das Netzteil findet seinen Platz am Gehäuseboden. Sobald alle Hardwarekomponenten montiert wurden (Abb. 11+12), kann man nach Wunsch auch den Airduct noch montieren, der seiner Aufgabe wirklich gerecht wird. Dieser wird zum einen am vorhandenen Lüfter eingeclipst und zum anderen mit dem Festplattenkäfig verschraubt (Abb. 13). Bei größeren CPU-Kühlern ist die Monatage des Airducts nicht mehr möglich. Bei geschlossenem Gehäuse erkennt man den Airduct noch durch die Lüftungsschlitze (Abb. 14).

Abb. 11 Abb. 12 Abb. 13
Abb. 11                                        Abb. 12                                        Abb. 13

Abb. 14
Abb. 14

Testergebnis
Pro
Contra
  • elegantes Design
  • funktionale Front (Frontanschlüsse)
  • Belüftungskonzept
  • relativ geringes Gewicht
  • schraubenloses Öffnen/Schließen des Seitenteils
  • keine Gebrauchsanleitung
  • keine schraubenlose Montage von Festplatten und Laufwerken
  • Clipsystem nur für Single-Slot Karten
  • ein paar scharfe Kanten
Design (40%)1,2
Ausstattung (15%):2,8
Verarbeitung (30%):2,3
Einbau (15%):2,0
Gesamt:1,89 (gut)
Preis/Leistung:gut
Preis:ca. 55 EUR

Fazit
Das Xilence X1 Gehäuse besticht durch sein elegantes Design. Viele eigene Mods sind am Gehäuse noch möglich. Das Lüftungskonzept durch den Airduct geht leider nicht bei zu großen CPU-Kühlern auf. Auch lassen sich Dual-Slot Steckkarten nicht mit dem schraubenlosen Clipsystem montieren. Wünschenswert wäre eine schraubenlose Installation von Laufwerken und Festplatten. Durch sein geringes Gewicht ist der Xilence X1 sehr gut LAN-Party tauglich.
Sebastian Gollus 09.07.06


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